[Rezension] Julia Zieschang - Blog Love, Liebe lässt sich nicht sortieren

Mittwoch, 17. Mai 2017

©Impress
Autor: Julia Zieschang
Titel: Blog Love, Liebe lässt sich nicht sortieren
Einband: ebook
Preis: 3,99€
Seitenzahl: 303
Verlag: Impress
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Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Inhalt

Vanessa, ordnungsliebende Foodbloggerin, zieht zu zwei männlichen Chaoten in eine WG. Da ist Drama vorprogrammiert.

Meinung

Die Idee der Story klang super witzig und nach einer tollen Lektüre, darum wollte ich das Buch unbedingt lesen. Leider konnte es mich nicht ganz überzeugen und hat mich teilweise sogar genervt. Warum, das möchte ich euch jetzt erklären.
Das Buch ließ sich super lesen und war vom Stil her sehr einfach und mitreißend. Die Dialoge zwischen den Charakteren waren teilweise sehr witzig und haben alles etwas aufgelockert.
Doch leider tritt die Story an sich die ganze Zeit irgendwie auf der Stelle und auch zwischen den Protagonisten entwickelt sich irgendwie kaum etwas. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass sie auch kaum Zeit miteinander verbringen, sodass das auch gar nichts werden kann. Nach mehr als 3/4 der Story kommt dann ein bisschen Leben in die Geschichte und schwupps ist dann auch ganz plötzlich alles schon vorbei. Das Ende kommt absolut überraschend, denn kaum wird die (Love)Story interessant, ist das Buch auf einmal zu Ende. Das finde ich unglaublich schade, denn ich denke, dass die Geschichte viel mehr Potenzial gehabt hätte und man die Beziehung zwischen den Protagonisten viel knisternder hätte gestalten können.

Kommen wir nun zu den Charakteren.... Fangen wir mit Lukas an. Ihn fand ich sofort sympathisch, denn er hat einen tollen Humor, über den ich sehr viel schmunzeln konnte. Außerdem ist er einfach liebenswert und nett und hat ganz tolle Ideen. Ich mag seine Unternehmungslust und den von ihm geplanten Ausflug hätte ICH sehr gern mit ihm verbracht! ;) Ich fand es sehr schade, dass man nur so wenig über ihn erfahren hat, so fehlte mir ein bisschen seine Hintergrundgeschichte. Nur zum Ende hin bekommt man noch ein paar Brocken zugeworfen. Die ganze Story über lernt man ihn so gut wie gar nicht kennen, da Vanessa kaum den Kontakt zu ihm sucht. Und da die Story ja nunmal aus ihrer Sicht geschrieben ist, beschränkt sich das Kennenlernen irgendwie nur auf sein Aussehen und seine ach so traumhaften Augen (die sie gefühlt tausendmal erwähnt).
Ja und dann wären wir jetzt bei Vanessa. Wie erwähnt, wird die Story aus ihrer Sicht geschrieben und so ist man immer hautnah an ihr dran. Ich empfand dies teilweise als echt anstrengend, weil ich entweder am Essen oder am Putzen war... Oder sie hat sich wahlweise dann auch mal aufgeregt... Überhaupt ist sie eine sehr anstrengende Persönlichkeit mit sehr vielen Macken. Es mag ja sein, dass es die Absicht der Autorin war, das Thema Zwänge etc. hier zu thematisieren und aufzuzeigen, wie wichtig es ist, damit richtig umzugehen. Das verstehe ich auch. Doch ich war von Vanny irgendwann einfach nur noch genervt. Ticks und Zwänge sind ganz bestimmt nicht lustig, wenn man darunter leidet, aber Vanny war mit ihren Übertreibungen wirklich zu anstrengend. Noch dazu war sie die ganze Zeit über einfach so extrem negativ und hat ALLES schlecht geredet. Grausam. Außerdem zieht Vanessa alles Unglück magisch an und ihr passieren so viele blöde Dinge, dass es schon sehr übertrieben wirkte. Ich weiß, es gibt Menschen, die sind so tollpatschig (ich auch sehr), aber DAS war echt ein bisschen viel.
Durch all diese Dinge wurde sie mir leider so gar nicht sympathisch und ich konnte mich nicht mit ihr anfreunden.

Fazit

"Blog Love" konnte mich leider nicht überzeugen, da die Story zu sehr vor sich hindümpelte und mir die Protagonistin einfach die meiste Zeit auf die Nerven ging.

Bewertung

2,5 von 5 Punkten

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