[Rezension] Kerstin Ruhkieck - Without Worlds

Donnerstag, 6. April 2017

©Dark Diamonds
Autor: Kerstin Ruhkieck
Titel: Without Worlds
Einband: ebook
Preis: 4,99€
Seitenzahl: 350
Verlag: Dark Diamonds
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Bewertung: 3 von 5 Punkten

Inhalt

Clara lebt in einer zerstörten Welt, in der sich der klägliche Rest der Überlebenden in einem ehemaligen Luxushotel verschanzt hat. Dort gilt eine neue Gesellschaftsordnung, mit der sie sich nicht abfinden kann und als überraschend ein weiterer Überlebender zu ihnen stößt, verändert sich Einiges.

Cover

Das Cover gefällt mir unglaublich gut! Es spricht mich total an und passt zudem auch noch perfekt zur Story.

Meinung

Auf "Without Worlds" habe ich mich sehr gefreut, denn ich lese so Endzeitstorys immer total gerne. So war es klar, dass ich auch dieses Buch lesen möchte. Leider konnte es mich nicht komplett überzeugen, doch trotzdem hat es mir gut gefallen.

Die Story wird aus der Sicht von Clara erzählt. Sie hat die große Katastrophe überlebt und dient nun der neuen Gesellschaft als "Roter Engel". Sie ist dafür zuständig, einen ihr zugeteilten Kämpfer während seiner Ausbildung zu umsorgen und auch seine körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Außerdem ist es von den Obersten gewünscht, dass sie die Kinder dieser Kämpfer austrägt.
Clara hadert sehr mit ihrem Schicksal und das ist auch nur verständlich. Diese neue Gesellschaft fand ich einfach nur gruselig und ich hatte großes Mitleid mit Clara. Sie war mir auch sofort sympathisch, denn durch die Ich-Perspektive konnte ich ihre Gedanken immer genau nachvollziehen und sie kennenlernen. Stellenweise war es allerdings auch etwas ermüdend, seitenweise ihren Gedanken zu folgen, denn sie ist die meiste Zeit der Story über allein und man lernt sonst niemanden weiter richtig kennen.
Ich hatte gehofft, dass sich dies ändert, wenn der Unbekannte Überlebende auftaucht, doch die beiden Protagonisten haben erstaunlich wenig miteinander zu tun. Clara himmelt ihn die ganze Zeit über nur aus der Ferne an und es dauert ewig, bis sie sich mal treffen.
So lernt man Kian gar nicht richtig kennen. Eigentlich mag ich in Büchern ganz häufig die männlichen Protagonisten mehr, als die weiblichen, aber hier hatte ich, wie erwähnt, gar keine Chance, Kian näher kennenzulernen.

So habe ich ihn die ganze Zeit als sehr unnahbar und gemein empfunden, weil man seine Beweggründe gar nicht kannte.

Insgesamt ist die ganze Story sehr düster, was natürlich sehr gut ins dieses Endzeitszenario passt. Aber leider dauert es sehr lange, bis endlich mal etwas mehr passiert. Erst nach knapp ¾ des Buches ändert sich etwas und Spannung kommt auf. Das war mir einfach zu spät, denn man hätte das Ganze viel schneller vorantreiben können. Ich glaube, ich habe von der Story bzw. deren Verlauf einfach etwas ganz Anderes erwartet.
Und dann, schwupps, ist die Geschichte auf einmal vorbei. Einfach so. Quasi. Ich bin super unzufrieden mit dem Ende. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn so kann man das nicht stehenlassen! Da muss doch noch mehr passieren! Mir war das Buch sowieso zu kurz beziehungsweise, wie gesagt, passiert wenig und dann ist schon alles vorbei? Ich hatte gehofft, dass uns die zerstörte Außenwelt und alles drumherum ein wenig nähergebracht wird, aber fast die ganze Story spielt nur in diesem einen Gebäude. Es scheint mir eher ein Gesellschaftsroman als eine Dystopie zu sein, aber vielleicht ist es ja auch einfach so gewollt. Auf jeden Fall bin ich damit nicht ganz zufrieden ;)
Denn auch die Beziehung zwischen den Protagonisten ist so gar nicht wirklich vorhanden und das ist so untypisch für diese Art Geschichte. Ich bin immer noch ganz überrascht, wie sich alles entwickelt hat.
Was ich vielleicht auch noch erwähnen sollte, ist der Schreibstil der Autorin. Sie schreibt sehr locker und leicht, sodass man das Buch wunderbar lesen kann. Die Sprache ist sehr direkt und derb. Kerstin Ruhkieck nimmt bei ihren Beschreibungen kein Blatt vor den Mund. Außerdem nutzt sie viele Metaphern und Vergleiche, die alles ganz genau beschreiben. So konnte ich mir die Welt, in der Clara lebt, sehr gut vorstellen.
Fazit

„Without Worlds“ ist ein Buch mit einer tollen Storyidee und einer liebenswerten Protagonistin, mit der man einfach mitleidet. Leider hat es mir die ganze Zeit an Spannung gefehlt und die Story verlief so anders als erwartet, dass sie mich nicht komplett überzeugen konnte. Trotzdem ist dieses Buch absolut lesenswert und ich kann es jedem empfehlen, der gern Dystopien und so liest.
Bewertung

3 von 5 Punkten

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