[Rezension] Sam Pivnik - Der letzte Überlebende

Samstag, 18. März 2017

©Theiss
Autor: Sam Pivnik
Titel: Der letzte Überlebende
Einband: Hardcover oder ebook
Preis: 19,95€ bzw. 15,99€
Seitenzahl: 280
Übersetzer: Ulrike Strerath-Bolz
Verlag: Theiss
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Bewertung: Ohne Bewertung

Inhalt

Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend.
Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Sam Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.
(Quelle: Theiss)
Meinung

Dies ist mal wieder eine Rezension, die mir unglaublich schwerfällt, denn wie soll man die Lebensgeschichte eines Holocaust-Überlebenden bewerten? Das geht gar nicht. Drum werde ich diesem Buch keine Anzahl an Punkten geben, sondern einfach nur meine Meinung dazu aufschreiben.
Ich finde diesen Teil unserer Geschichte immer noch unglaublich und man kann und muss immer wieder darüber sprechen. Mir fällt es schwer zu verstehen, wie ein Mensch so graumsam sein kann, wie es viele der Hitler – Anhänger gewesen sind. Natürlich kann man sagen, dass auch viele einfach Angst um ihr eigenes Leben hatten und deshalb den Befehlen gefolgt sind, aber man kann sich damit nicht immer rausreden. Ganz bestimmt gibt es bei diesem Thema aber immer noch sehr viel zu besprechen und auch zu diskutieren.
Nun versuche ich meine Gefühle während des Lesens irgendwie in Worte zu fassen.
Erlebnisberichte rund um die Nazizeit sind für mich immer noch erschreckender, als Romane, die sich mit dem Thema befassen. Es ist eigentlich genau das Gleiche, aber hier weiß man ganz genau, dass jemand all diese Schrecken am eigenen Leib erfahren musste und das macht es umso schrecklicher. Es macht mich unfassbar traurig, das Schicksal von Sam Pivnik und all der anderen Opfer zu verfolgen und es bescherte mir ständig eine Gänsehaut. Es gab viele Stellen, wo ich das Buch unterbrechen musste, weil mir die Tränen in den Augen standen und ich in dem Moment nicht weiterlesen konnte.
Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, was die Menschen damals durchmachen mussten und doch hat mich Sam Pivniks Schicksal sehr berührt.
Er erzählt in diesem Buch von seiner Odyssee und bringt das Ganze in den geschichtlichen Zusammenhang, was ich sehr interessant fand. Er beschreibt ganz ehrlich, was er alles durchmachen musste und teilweise gehen seine Erklärungen sehr ins (grausame) Detail. Das finde ich aber auch passend, denn gerade bei diesem Thema darf man Nichts verbergen und beschönigen. Und das hat Sam Pivnik auch an keiner Stelle getan.

Ich bin sehr dankbar, dass er seine Lebensgeschichte aufgeschrieben hat und ich dadurch noch etwas lernen konnte.
Fazit

"Der letzte Überlebende" ist ein ergreifendes Zeitzeugnis, das einem sehr deutlich vor Augen führt, wie unfassbar grausam diese Zeit war!

Bewertung

Wie oben schon erklärt, werde ich diesem Buch keine Punktebewertung geben.

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