[Rezension] Wolfgang Hohlbein - Mörderhotel

Samstag, 23. Januar 2016

©Lübbe
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Mörderhotel
Einband: Hardcover oder ebook
Preis: 22,00€ bzw. 16,99€
Seitenzahl: 847
Verlag: Lübbe
Infos: *hier*
Leseprobe: *hier* 
Bewertung: 2 von 5 Punkten

Inhalt

230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt ...
(Quelle: Lübbe)


Cover

Das Cover finde ich gut gelungen, es passt zur Story und zum Titel und hat mich neugierig gemacht.

Meinung

Schon lange nicht mehr habe ich mich so auf ein Buch gefreut und wurde dann beim Lesen so bitter enttäuscht.
Der Klappentext von "Mörderhotel" hat mich unglaublich neugierig gemacht auf dieses Buch, denn er klingt wirklich spannend. Außerdem ist es schon länger her, dass ich ein Buch von Herrn Hohlbein gelesen habe, drum war das die perfekte Gelegenheit. Ich mag ihn als Autoren wirklich gern, denn ich habe schon etliche tolle Bücher von ihm gelesen, aber "Mörderhotel" war für mich persönlich der totale Reinfall.
Schon der Einstieg fiel mir etwas schwer, denn die Geschichte startete ganz anders, als ich das erwartet hatte und die Story verlief ganz und gar nicht so, wie ich mir das gedacht hatte. Irgendwie hat es mich unglaublich gestört, dass man von Anfang an wusste, wer der Böse ist (okay, der Klappentext ließ das ja auch vermuten, aber der Inhalt verrät halt noch mehr) und dass einfach viel zu viel erzählt wird.
Das ließ das Ganze auch echt ausarten und ich habe nicht nur einmal mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Aber ich mag es gar nicht, wenn ich Bücher nicht beende, darum kommt das bei mir selten vor. So habe ich mich immer weiter durch dieses Buch gebissen und habe gehofft, dass es irgendwann besser wird. Doch leider war das nicht so. Die ganze Story war so komplex und auch die etlichen Zeitsprünge haben mich komplett durcheinander gebracht. Ständig wurde das Jahrzehnt gewechselt, es gab Sprünge in die Vergangenheit, dann wieder in die Gegenwart, dann nur ein kleines Stück in der Zeit zurück. Das hat das Lesen und das Verfolgen der Story unnötig erschwert und mir hat das keinen Spaß gemacht.
Zudem ist mir einfach zu wenig passiert. Es wurde viel zu aussschweifend erzählt und erklärt und das hat die Geschichte sinnlos in die Länge gezogen und einfach die Spannung genommen (die, wenn ich ehrlich bin, ja eigentlich noch gar nicht aufgekommen war). Es ist ja lobenswert, wenn der Autor sich Gedanken macht um seine Charaktere und ihnen einen logischen Lebenslauf verpasst, aber man kann sich auch wirklich in seinen ausschweifenden Erzählungen verlieren und genau das ist hier passiert. Genau so war es auch bei der Beschreibung der Orte etc. Jedes noch so kleine Detail wurde erwähnt, das war teilweise unglaublich anstrengend.
Mir war das alles viel zu viel Geschwafel und mir hätte die Hälfte der Seiten locker gereicht.

Ich hab ständig gedacht "Oh, jetzt passiert gleich was!", aber dann war da doch nichts.
Erst gaaaanz zum Ende hin kam ein bisschen Tempo auf und auch wenn ich schon viel früher ahnte, wer oder was hinter all dem steckte und was wirklich geschehen war, war es dann wenigstens noch ein bisschen spannend. Und dann kam das Ende viel zu plötzlich. So kann man es auch machen, seitenweise schwafeln und dann auf wenigen Seiten alles urplötzlich enden lassen. Wirklich schade.

Zwei Punkte gibt es von mir trotz all der Kritik dann doch, einen für das schöne Cover und den anderen für das letzte Viertel der Geschichte, wo es wenigstes ein klitzekleines Bisschen interessant wurde.

Fazit

"Mörderhotel" hat mir leider nicht gefallen, denn die Story zog sich viel zu sehr in die Länge. Sehr schade, denn der Klappentext klingt sehr interessant.

Bewertung


2 von 5 Punkten



Vielen Dank an...

Mein Dank geht an Blogg dein Buch und Bastei Lübbe für dieses Rezensionsexemplar!

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