[Rezension] Astrid Rose- Mana Loa,Familienbande

Freitag, 18. April 2014


Autor:  Astrid Rose
Titel: Mana Loa, Familienbande
Einband: Taschenbuch oder ebook
Preis: 9,90€ bzw. 2,49€
Verlag: Create Space
Kaufen: *hier*
Bewertung: 3 von 5 Punkten



Inhalt

Nina Lorenz ist durch eine Gewalttat geprägt. Mehr noch ist sie aber mit einer Gabe gesegnet: Durch die Berührung eines Fremden werden ihr in Visionen Aufgaben auferlegt, um dessen Leben zu ändern, zu schützen oder zu retten.

Cover

Das Cover finde ich wirklich traumhaft schön. Es passt zum Titel des Buches und auch zum Handlungsschauplatz. Man fühlt sich irgendwie gleich wie im Paradies. Es springt einem sofort ins Auge und macht Lust auf's Lesen.

Positives

Schon der Klappentext klingt wirklich interessant und macht neugierig auf die Geschichte. Außerdem habe ich mich auf eine tolle Story gefreut, die auf Hawaii spielt, da ich Hawaii sehr mag.
Ich finde es toll, wie die Schauplätze beschrieben wurden, ich konnte mir Hawaii, das "Anwesen", den Strand und all das Drumherum ganz genau vorstellen und hatte ein genaues Bild vor Augen.
Der Schreibstil ist schön flüssig, die Sprache leicht und alltagstauglich.

Negatives

Schon der Einstieg in die Story ist mir etwas schwer gefallen, da ich das Gefühl hatte, einfach so mitten in eine Geschichte reingeworfen zu werden. Teilweise dachte ich, ich würde einen zweiten Teil einer Reihe lesen und hätte den ersten verpasst. Ich wusste gar nicht, was geschieht, wer Nina ist und was sie für Fähigkeiten hat bzw. wo die überhaupt herkommen. Das war alles etwas verwirrend für mich.
Die Geschichte kommt schwer in Gang, es wird mir zu ausschweifend und unnötig erzähl. Außerdem waren es für mich einfach zu viele Genres, die in dieser Story aufeinander trafen. Sie hat Fantasyelemente, Familiendrama, dazu dann auch noch eine Kriminalgeschichte. Das war mir eine zu wilde Mischung von allem. Ich hatte mich sehr auf eine tolle Fantasygeschichte gefreut, aber gerade dieser Teil kommt mir, gerade am Anfang, viel zu kurz.
Zudem war es einfach zu lange unklar, was mit Nina damals geschehen ist und was ihr Traumatisches widerfahren ist. Das Thema wurde immer mal wieder angerissen, man hat einen Fetzen Info bekommen, aber nie genug um wirklich zu wissen was los ist. Das wurde zu spät erzählt und hat mich etwas gestört.
Noch dazu gibt es teilweise sehr plötzliche Zeitsprünge und Ortswechsel, sodass ich immer erst einige Sätze lang brauchte, um zu wissen wann und wo die Story weitergeht. Vieles geschieht einfach viel zu abrupt und so unerwartet, dass ich einfach nur irritiert war.
In dieser Geschichte gibt es viel zu viel Drama, etliche Irrungen und Wirrungen und so viele Familiengeheimnisse, dass einem schwindelig wird. Das war zusammengenommen einfach ein bisschen zu viel des Guten.
Außerdem passiert alles irgendwie in einem so rasanten Tempo und in so kurzer Zeit. Es gibt Trennungen, neue Liebe, dann doch wieder nicht und dann taucht noch wer auf... Auch leider etwas viel.

Kommen wir nun noch zu den Protagonisten dieser Geschichte.
Mir ist es furchtbar schwer gefallen mir die Familienverhältnisse zu merken. Es waren einfach zu viele Personen die auftauchen und bis zum Schluss bin ich mir nicht bei allen sicher gewesen, wie sie mit wem verwandt sind. In der Taschenbuchausgabe gibt es wohl einen Stammbaum, den hatte ich aber leider nicht zur Hand, da ich das Buch als ebook gelesen habe.
Leider bin ich mit den Charakteren bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Nur Ben war mir irgendwann wenigstens ein kleines bisschen sympathisch. Er ist der Einzige, der weiß, was er will. Alle anderen waren mir zu sprunghaft in ihrem Handeln und auch ihrem Denken. Das beste Beispiel ist da Nina. Erst weiß sie nicht, was sie will, dann kann sie Tom nicht vertrauen etc. aufgrund ihrer traumatischen Vorgeschichte. Dann urplötzlich knutscht sie ihn ab, schläft mit ihm. Ihre Persönlichkeit scheint sich ständig zu ändern. Sie wechselt so schnell ihre Gefühle, da komme ich nicht hinterher.
Außerdem stellt sie sich meiner Meinung nach immer zu sehr in den Mittelpunkt. Alles dreht sich nur um sie, sei es positiv oder negativ. Mal gibt sie sich selbst an allem die Schuld, macht sich voll klein. Und dann wieder wütet sie rum, weil Tom irgendetwas getan an. Sie brüllt, schreit und schlägt. Manchmal ohne Grund oder wegen Kleinigkeiten. Das macht sie mir nicht gerade sympathischer.
Und auch mit Tom bin ich nicht wirklich klargekommen. Er wirkt immer etwas protzig, es dreht sich zu viel um sein Geld, seine dicken Autos, die tollen Klamotten und sein Vermögen. Es wird so viel Wert auf seinen Reichtum, bzw. den seiner Familie gelegt. Sowas mag ich nicht.
Auch er ist sehr impulsiv und unstet in seinen Gefühlen. Wechselt schnell mal zwischen Wut, Freude, Trauer etc. Das geht alles viel zu schnell.
Allein Ben ist ganz okay, obwohl auch er anfangs oft ziemlich wiedersprüchlich gehandelt hat. Erst misstraut er Nina total, er lässt sich überprüfen und ist total gegen sie. Und urplötzlich, ein paar Sätze weiter erzählt er ihr ganz vertraute und auch geheime Dinge über sich und seine Arbeit an einem geheimen Projekt. Aber zumindest hatte ich bei ihm das Gefühl, dass er sich seiner Gefühle sehr sicher war. So war er derjenige, den ich dann doch am Meisten mochte.

Fazit

Leider konnte mich das Buch weder mit der Story, noch mit den Protagonisten komplett überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte ist toll, aber leider wurde sie nicht so gut umgesetzt. Die Charaktere sind alle zu explosiv und zu unruhig, sodass ich mich nie in die Geschichte reinfühlen konnte.

Bewertung

Leider sind einige Punkte zusammen gekommen, die mich an diesem Buch gestört haben. Aber die Idee hinter der Story finde ich wirklich gut, die richtigen Ansätze sind auf jeden Fall da. Und ich mag die Umgebung, in der das ganze spielt, sehr. Hawaii ist eine traumhafte Kulisse. 
Außerdem war die Geschichte zumindest so interessant für mich, dass ich sie zu Ende gelesen habe, weil ich wissen wollte, wie all das ausgeht. 
Und so vergebe ich

3 von 5 Punkten



Danke

An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei Astrid Rose für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

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